Der Jingle der Kungebung zum anhören oder runterladen

Musik: Extremismus der Mitte von Contra basz

Langer Jingle:
Jingle extremismus der mitte by natascha-koehler

Kurzer Jingle:
Jingle kurz 1 20 by natascha-koehler

Solidarisiert euch! Unterstützt die Kungebung!

Zeigt euch solidarisch und unterzeichnet den Aufruf zur Kundgebung „Extremismusstudien zu Konfetti pusten“! Wendet euch dafür an extrem@riseup.net.

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Kundgebung gegen Extremismusstudien am 25.06.11, 14 Uhr vor der Innenbehörde

Am Samstag den 25.06.11 findet um 14 Uhr vor der Innenbehörde eine Kundgebung gegen Extremismusstudien statt.
Anlass hierfür ist die laufende Studie des Instituts für Soziale Praxis (ISP) am Rauhen Haus, welche herausfinden soll, ob Zugänge der Jugendhilfe zu linksautonomen Jugendlichen bestehen oder wie sie entstehen können. Die Erkenntnisse sollen mithilfe von Fragebögen die an Einrichtungen der Jugendhilfe versendet wurden gewonnen werden. Ein gesteigertes Interesse an den Ergebnissen dieser Studie haben neben der Jugendhilfe auch der Verfassungsschutz und Polizeistellen. Finanziert wird dieses Vorhaben aus dem „Extremismustopf“ „Mehr Toleranz – Demokratie stärken“ des Bundesfamilienministeriums.

Die Extremismustheorie zielt darauf ab, ein Bild der Gesellschaft zu zeichnen, das die „Feindbestimmung“ sehr einfach macht: Während ein Großteil der Bevölkerung der gesellschaftlichen „Mitte“ zugezählt wird, werden an den so konstruierten äußeren Rändern die Menschen mit ihren Meinungen verortet, die als „extrem“ klassifiziert werden. Menschenfeindliche „rechtsextreme“ Einstellungen werden so mit fortschrittlichen „linksextremistischen“ Einstellungen gleichgesetzt. Es erfolgt keine Auseinandersetzung mit den vertretenen Inhalten, denn linke und rechte Ideologien weisen mehr fundamentale Unterschiede als Gemeinsamkeiten auf. Eine solidarische Perspektive des Zusammenlebens mit den Aufmärschen von Neonazis gleichzusetzen, verdreht die Verhältnisse, verharmlost faschistische Ideologien und deren menschenverachtende Grundlage.

Außer Acht gelassen wird dabei, dass Herrschaftsverhältnisse wie Rassismus, Sexismus und Antisemitismus sich durch die gesamte Gesellschaft ziehen und somit nicht erst an ihrem äußeren „rechten Rand“ zu bekämpfen sind. Nur ein Beispiel hierfür ist die breite Akzeptanz der rassistischen und antisemitischen Thesen eines SPD-Politikers Sarrazin.

Durch den Ansatz der Studie werden Jugendliche, die sich als „links“ verstehen, von außen als „extrem“ identifiziert und einzig und allein durch ihre politische Ausrichtung als Objekte von Sozialer Arbeit benannt. Dabei geht es nicht darum, sie durch Angebote der Sozialen Arbeit weiter in ihrer kritischen Auseinandersetzung mit der gesellschaftlichen Realität zu bestärken, sondern eine linke Einstellung wird als zu behandelndes Problem wahrgenommen.
Dieser Umgang entpolitisiert linke, „autonome Jugendliche“, eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Kritik an den bestehenden Verhältnissen findet nicht statt, vielmehr wird ein vermeintlicher sozial-pädagogischer Hilfebedarf erschlossen.

Wir rufen alle dazu auf, an der Veranstaltung teilzunehmen und sich damit zum Gegenstand dieser Studie zu machen.

Radikale Kritik und die Infragestellung herrschender Verhältnisse sind unabdingbar für eine Gesellschaft jenseits autoritärere Zustände!

Extremismusstudien zu Konfetti machen!

Linksradikale Politik ist notwendig!

Unterstützer_innen der Kundgebung:

  • A2
  • Antira Kneipe
  • Antirepressionsgruppe Hamburg
  • AStA ev. Hochschule Rauhes Haus
  • Avanti Hamburg
  • Ermittlungsausschuss
  • GEW Studis Hamburg
  • Hamburger Bündnis gegen Rechts
  • INPUT Tübingen
  • Kritische Position Hamburg
  • Nella Faccia
  • NOYA Hamburg
  • Plenum Rote Flora
  • Samstagskneipe
  • ver.di Jugend Hamburg
  • Zeckensalon